Burg Wehlen kommt an die Wand (SZ)

Blick aus dem 18 Jahrhundert (© Burgfreunde)
Blick aus dem 18 Jahrhundert (© Burgfreunde)

Zum Naturmarkt verkaufen die Burgfreunde einen Kalender. Die Einnahmen können sie gut gebrauchen.

Stadt Wehlen. Dass die Burgruine in Stadt Wehlen einst mehr war, als ein paar Mauern mit Plateau, zeigen nur noch alte Gemälde und Kupferstiche. Zwölf von diesen Zeichnungen haben die Burgfreunde Wehlen zusammengestellt, um sie in Kalenderform zum Naturmarkt an diesem Sonntag zu verkaufen. Zum Preis von 17,50 Euro gibt es den Kalender im A-3-Format zu erwerben.

„Die Einnahmen werden für die Arbeitseinsätze auf der Burg genutzt“, informiert Wehlens Bürgermeister Klaus Tittel (CDU). Er gehört ebenso zu den Burgfreunden wie Falk Pusch, der sich um den Kalender gekümmert hat. „Die Bilder hat uns zum großen Teil das Stadtmuseum in Pirna zur Verfügung gestellt“, wofür die Helfer sehr dankbar seien. Denn Geld haben die Burgfreunde kaum zur Verfügung. Die Arbeitseinsätze bewältigen sie in ihrer Freizeit und die Materialien werden durch Spenden finanziert. Zurzeit sucht die Stadt nach Fördermöglichkeiten für den Erhalt der Anlage. Mittel vom Denkmalschutz seien genauso denkbar wie das Leader-Programm. Zunächst steht die Notsicherung der Pfeiler an, die teilweise komplett marode sind.

Zum Naturmarkt am Sonntag gibt es neben dem Kalender vor allem Produkte aus der Region zu kaufen. Ein Programm ist auch geplant, los geht es 9 Uhr auf dem Markt. Führungen durch die Nudel- und die Bonbonmanufaktur, durch die Sandsteinbrüche und den Pflanzengarten sind angedacht; außerdem verschiedene Konzerte in der Radfahrerkirche. Für die kleinen Besucher sind vor allem die Tierschau auf den Elbwiesen und die Rikschafahrten ab dem Kirchgarten ein großer Spaß.

Anreise am besten mit dem Pendelbus zwischen Dorf Wehlen und Stadt Wehlen zwischen 10 und 19 Uhr

von Nancy Riegel
Quelle: http://www.sz-online.de/nachrichten/burg-wehlen-kommt-an-die-wand-3761244.html